Schneller Zwiebelkuchen/Schnelles Omelett

Ich würde es gerne als Zwiebelkuchen bezeichnen, aber eigentlich ist es eher ein Omelett. Ein dickes Omelett. Aber sehr lecker und schnell zubereitet. Schmeckt auch aufgewärmt noch ausgezeichnet.

Zutaten:

  • 6 Eier
  • 120 g Mehl
  • 200 ml Saure Sahne
  • 250 g Speck
  • 250 g geriebenen Käse (z.B. Emmentaler)
  • 3-4 große Zwiebeln
  • Salz, Pfeffer
  • n.b. frische Kräuter, Muskat

Speck in kleine Würfeln schneiden, die Zwiebeln in dünne Ringe.

Die Eier kurz aufschlagen. Das gesiebte Mehl unterrühren.

Alle übrigen Zutaten dazugeben und abschmecken. Evtl. ein paar frische Kräuter dazugeben.

Springform mit Backpapier auslegen, die Ränder reichlich(!) fetten und ggfs. mit etwas Mehl bestreuen. Die Masse in die Form füllen und für ca. 50 Minuten bei 170°C in den Backofen.

Schnelles Bauernbrot mit Milch

Jedes Mal wenn ich irgendwo als Gast eingeladen bin und ein Brot oder Brötchen mitbringe, bekomme ich zu hören, wie lecker es sei und wie toll es doch wäre so etwas zu können. Das gutes Brot zu backen gar nicht so schwer ist,wird mir selten geglaubt. Ein paar Mal habe ich Sauerteig und ein einfaches Rezept verteilt. Aber das war wohl doch immer zu aufwendig mit dem Füttern und der Zeitplanung. Demnächst werde ich dieses Rezept für das Burebrot verteilen. Das Rezept kommt nur mit Hefe aus und benötigt keinen Gärkorb o.ä. Der Zeitaufwand ist überschaubar und benötigt keine große Planung. Es bietet sich an, abends den Vorteig schnell zusammen zurühren, so dass man am nächsten Morgen direkt den Hauptteig machen kann.

Vorteig:

  • 60 g Weizenvollkornmehl
  • 35 g Wasser
  • 2 g frische Hefe
  • 2 g Salz

Hauptteig:

  • Vorteig
  • 310 g Weizenmehl 1050
  • 135 g Roggenmehl 1150
  • 170 g Milch
  • 170 g Wasser
  • 15 g frische Hefe
  • 12 g Salz

(Abends) Die Zutaten für den relativ festen Vorteig mit einem Löffel (oder den Händen) vermischen und abgedeckt für ca. 16 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.

(Morgens) alle Zutaten für den Hauptteig vermischen. In der Küchenmaschine erst 5 Minuten auf kleinster Stufe, dann ca. 7 Minuten auf zweiter Stufe rühren. Der Teig sollte sich fast komplett vom Schüsselrand lösen.

Den Teig für 60-90 Minuten abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Die Arbeitsfläche großzügig mehlen und den Teig draufgeben. Mit bemehlten Fingern den Teig von außen rundherum in die Mitte schlagen und so die Oberfläche straffen. Den Teig rumdrehen und mit beiden Händen den Teig rundwirken. Hier gibt es ein schönes Video dazu.

Das Brot auf ein Backblech mit Backpapier geben und für 30 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze heizen. Wenn vorhanden, eine gusseiserne Pfanne o.ä. auf dem Backofenboden mit aufheizen.

Damit das Brot kontrolliert aufreißt und sich viel knusprige Kruste bildet, das Brot mit einem scharfen Messer im kleinen Rautenmuster einschneiden.

Das Bachblech in den Ofen schieben (eher im unteren Drittel) und etwas heißes Wasser (ich nehme kochendes aus dem Wasserkocher) in die Pfanne kippen und die Türe ganz schnell schließen. Vorsicht, Verbrühungsgefahr!

Nach 10 Minuten die Backofentüre für ca. 30 Sekunden weit öffnen und den restlichen Dampf ablassen. Den Ofen auf 220°C runterdrehen und das Brot für weitere 35 Minuten (insgesamt 45 Minuten) backen. Das Brot ist fertig, wenn beim Klopfen auf den Boden ein hohler Ton ertönt. Anschließend auf einem Rost abkühlen lassen.

Pfirsichmuffins

Ich hatte Lust auf Muffins mit Frucht. Ein wenig Google und die Kombination von ein paar Rezepten führte dann zu diesen wirklich leckeren Pfirsichmuffins. Wobei man die Pfirsiche vermutlich problemlos gegen andere Obstsorten austauschen kann.

Teig

  • 50 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 2 Eier (M)
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 125 g Mehl
  • 1 TL Backpulver

Obst

  • 1 kleine Dose Pfirsiche (oder Aprikosen)

Streusel

  • 100 g Mehl
  • 60 g Zucker
  • 70 g Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker

 

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Die Butter für den Teig leicht schaumig aufschlagen und nach und nach den Zucker. Vanillezucker, Salz und Eier unterrühren.

Mehl und Backpulver vermischen und anschließend langsam zur Masse dazu geben.

Förmchen in das Muffinblech geben und den Teig gleichmäßig auf alle Förmchen verteilen. Mit Spatula und Löffel geht das ganz gut und die Masse lässt sich einigermaßen glatt verstreichen.

Die Pfirsiche abtropfen lassen und in kleine Stücke schneiden. Auf die Förmchen verteilen.

Für die Streusel das Mehl mit Zucker und Vanillezucker vermischen. Anschließend die Butter in kleinen Stücke dazugeben und mit den Händen zu Streuseln verkneteten. Wieder auf alle Förmchen verteilen und dabei alles leicht andrücken.

Die Muffins für ca. 20 Minuten auf der mittleren Schiene im Backofen backen.

Die Muffins in den auf 175 Grad vorgeheizten Backofen schieben und 15 – 20 Minuten backen.

Möhrenkuchen – Carrot cake

Bezaubernde Gäste haben vor einiger Zeit einen Möhrenkuchen mitgebracht, den ich einfach umwerfend lecker fand. Das Rezept kam von Chefkoch und wurde bereits nachgebacken. Auch mein Ergebnis war ganz zufriedenstellend. Bei novemberregen fand ich ein Rezept, welches mit etwas weniger Öl und Zucker auskommt. Ich habe es etwas abgewandelt und ergänzt.

Zutaten:

  • 280g gehobelte Möhren
  • 6 Eiklar (ca. 200g)
  • 6 Eigelb
  • 170g Zucker
  • 3EL/70g Mehl 405
  • 250g gemahlene Mandeln
  • 1/2 Packung Backpulver
  • 200g saure Sahne
  • 2 EL Zucker
  • Ein wenig Zitronensaft
  • Butter zum fetten der Form
  • Gehackte Mandeln oder andere Nüsse

Die Möhren schälen und klein reiben. Ein paar Spritzer Zitronensaft unter mengen.

Das Mehl mit den gemahlenen Mandeln und dem Backpulver vermischen.

Das Eiklar mit einer Prise Salz steif schlafen. Den Zucker mit und mit dazugeben. Anschließend die 6 Eigelb nacheinander mit einer Spatula unterheben.

Langsam die Mehlmischung und Möhren dazugeben. Dabei nicht zu viel umrühren um keine Luft rauszzuschlagen.

Ein Springform mit Backpapier auslegen. Den Rand mit Butter gut einfetten. Gehackte Mandeln drauf streuen.

Die Masse langsam in die Form geben und glatt rütteln.

Den Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Den Kuchen für ca. 40 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob der Kuchen durch ist. Sollte er zu braun werden, mit Alufolie abdecken.

Den Kuchen anschließend auf einem Rost auskühlen lassen.

Saure Sahne und Zucker verrühren und auf dem kalten Kuchen verteilen.


Schnelle Brötchen mit Altbrot-Brühstück

Inspiriert von den 3 Stunden Brötchen habe ich gestern ebenfalls schnelle Brötchen gebacken. Das Ergebnis war sehr lecker. Geschmacklich kräftiger als ein normales Brötchen durch das Altbrot, die Konsistenz aber lockerer als z.B. bei den Schusterjungen.

Brühstück:

  • 12 g Roggenvollkornmehl
  • 20 g gemahlenes altes Brot
  • 80 g kochendes Wasser
  • 9 g Salz

Hauptteig:

  • Brühstück
  • 35 g Roggenvollkornmehl
  • 350 g Weizenmehl 550
  • 20 g Anstellgut vom Weizensauer
  • 4 g Frischhefe
  • 190 g Wasser
  • 10 g Olivenöl

Ein paar kleine Stücke altes getrocknetes Brot hatte ich von einem der letzten Roggenmischbroten aufgehoben. Endlich konnte ich mal den Fleischwolfaufsatz für die Küchenmaschine testen.

Die Zutaten für das Brühstück vermischen und mit kochenden Wasser aufgießen. 5 Minuten stehen lassen.

Das Brühstück etwas im Wasser des Hauptteiges verrühren und die anderen Zutaten hinzugeben. 5 Minuten auf kleinster Stufe, 15 Minuten auf zweiter Stufe kneten.

Bei Raumtemperatur für 90 Minuten ruhen lassen und 2x, nach 30 und 60 Minuten, strecken und falten.

Den Teig in 8 Teile aufteilen und zu runden Brötchen formen. Auf das Backblech geben und abgedeckt für weitere 90 Minuten ruhen lassen.

Den Backofen auf 250°C gut vorheizen. Die Brötchen vor dem Einschießen einmal mit dem Messer einschneiden. Mit Schwaden für 20 Minuten backen.

Schnelle Brötchen mit Altbrot-Brühstück Schnelle Brötchen mit Altbrot-Brühstück

Streuselbrötchen

Mir war gar nicht bewusst, dass Streuselbrötchen überhaupt nicht national (und darüber hinaus) bekannt sind, sondern eine Aachener Spezialität sind. Bei chefkoch.de findet man gerade einmal 2 Rezepte, wobei eines noch eine Kopie aus einem Aachener Blog ist. Die Streuselbrötchen aus dem Rezept werden herrlich feucht und fluffig, haben allerdings auch einen relativ ausgeprägten Hefegeschmack. Ich habe beim ersten Test bereits etwas Vanilleextrakt zum Teig gegeben. Beim nächsten Mal darf es noch mehr sein. Außerdem würde ich das Rezept gerne einmal mit Weizensauerteig ausprobieren. Habe ich in der Zwischenzeit. Beim ersten Versuch war der Teig etwas zu weich, das Ergebnis erinnerte von der Struktur eher an Focaccia.

Teig:

  • 150 ml lauwarme Milch
  • 15 g frische Hefe
  • 30 g geschmolzene Butter
  • 30 g Zucker
  • 300 g Weizenmehl 405
  • 2 Eier (M)
  • 1 TL Vanielleextrakt
  • 1 Prise Salz

Streusel:

  • 70 g Weizenmehl 405
  • 70 g Zucker
  • 60 g kalte Butter in Stücken
  • Zimt

Die Milch lauwarm erwärmen, den Zucker einrühren und die Hefe klein reinbröseln. Butter schmelzen und zusammen mit den Eiern, dem Weizenmehl und einer Prise Salz verkneten. Da der Teig relativ stark nach Hefe schmeckt und sonst eher neutral, 1 TL Vanilleextrakt oder ein Päkchen Vanillezucker dazu geben.

Je nach Raumtemperatur ca. 1 Stunden gehen lassen bis sich der Teig verdoppelt hat. Anschließend noch einmal durchkneten.

In der Zwischenzeit Mehl, Zucker und kalte Butter mit den Fingern zu Streuseln verkneten. Je nach Geschmack etwas Zimt oder Vanille dazugeben.

Den Teig in 6 Stücke teilen und Brötchen formen und auf einem Backblech mit Wasser oder Milch einpinseln. Die Streusel drauf verteilen und gut andrücken.

Nochmal für ca. 30 Minuten gehen lassen. Vor dem Backen die Streusel nochmal andrücken.

Die Streuselbrötchen für ca. 15 bis 20 Minuten bei 180°C goldgelb backen.

Lillys Zitronenkuchen

Im Kuchenradio von @dielilly gab es eine Folge zum Zitronenkuchen. Das Ganze klang so lecker, dass ich ihn nachbacken musste. Der Kuchen ist wirklich super saftig und unglaublich lecker. Bemerkenswerterweise kommt er, je nach Gewicht der Eier, dem Verhältnis von Butter, Zucker, Mehl und Ei eines Pound cake (Eischwerkuchen) sehr nahe.

Zutaten:

  • 175 g weiche Butter
  • 175 g Rohrohrzucker
  • 175 g Weizenmehl 405
  • 3 Eier (M)
  • 4 Zitronen
  • 1 EL Vanillezucker
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Puderzucker

Die Zitronen heiß abspülen und abtrocknen. Mit der Reibe die Schale abreiben. 3 Zitronen auspressen.

Die Eier schaumig schlagen, mit und mit den Zucker und Vanillezucker hinzugeben. Zitronenschale und weiche Butter dazugeben. Den Saft von einer Zitrone ebenfalls unter rühren.

Mehl mit Backpulver und Salz vermischen und gleichmäßig in die Masse geben. Rühren bis ein homogener Teig entstanden ist.

Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand mit Butter einreiben. Die Masse in die Form geben und glatt streichen.

Für ca. 30 Minuten im vorgeheizten Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze backen. Anschließend abkühlen lassen und mit einem Holzstäbchen den Kuchen einige Male einstechen.

Die Hälfte des Puderzuckers mit Zitronensaft verrühren. Der Guss sollte so dünnflüssig sein, dass er gut in die Löcher des Kuchens läuft. Den Rest Puderzucker dazugeben und so viel Zitronensaft, dass nun ein dickflüssiger Guss entsteht. Diesen gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

Den Guss aushärten und den Kuchen vollkommen abkühlen lassen.
Lillys Zitronenkuchen

Alltagsbrot nach brotdoc

Ich habe beim brotdoc ein Rezept für sein „Alltagsbrot“ gefunden und dieses als Grundlage für ein eigenes helles Brot genommen. Zu aller Freude, schmeckt nicht nur uns das Brot wirklich hervorragend, auch das Kind ist begeistert. Mir sind beim ersten Versuch die Mehle ausgegangen und ich musste etwas improvisieren. Das Ergebnis war allerdings sehr lecker und wurde bereits einige Male in der Form gebacken und hat sich jetzt auch als unser Alltagsbrot etabliert.

Sauerteig:

  • 20 g Roggenmehl 1150
  • 140 g Vollkorn-Roggenmehl
  • 160 g Wasser (28°)
  • 16 g Anstellgut vom Roggensauer

Hauptteig:

  • 240 g Weizenmehl 550
  • 400 g Weizenmehl 1050
  • 336 g Sauerteig
  • 344 g Wasser (24°)
  • 4 g Hefe
  • 16 g Salz

Die Zutaten für den Sauerteig vermischen und den Backofen kurz anheizen. Teig hinein, bis dieser ~30°C Temperatur hat, dann bei geschlossener Türe ca. 12 Stunden gehen lassen. Das sorgt für einen eher milden Geschmack.

Alle Zutaten für den Hauptteig in der Maschine erst 10 Minuten auf kleinster Stufe, dann nochmal 3 Minuten auf zweiter Stufe kneten, bis ein glatter elastischer Teig entstaden ist. 60 Minuten luftdich ruhen lassen. Nach 30 Minuten einmal auf der leicht bemehlten Arbeitsplatte strecken und falten.

Kurz durchkneten. Ein Langbrot formen und mit Schluss nach oben in einem Gärkörbchen für 90 Minuten gehen lassen.

Mit Schluss nach unten auf ein Blech kippen und mehrfach quer zur Längsachse einschneiden. Mit warmen Wasser einpinseln.

Mit viel Schwaden bei 250°C für 50 Minuten backen. Nach 10 Minuten die Schwaden ablassen und die Temperatur auf 200°C senken.

Alltagsbrot nach brotdoc

Alltagsbrot nach brotdoc Alltagsbrot nach brotdoc

Zitronentarte mit Baiserhaube

Vor ein paar Wochen hat die 7. Staffel von The Great British Bake Off  (Deutsche Adaption: Das grosse Backen) begonnen und ich kann die Sendung nicht gucken ohne selbst etwas backen zu müssen. Diesmal viel die Wahl auf eine Zitronentarte. Zitronenkuchen habe ich schon häufiger gemacht, als Tarte jedoch noch nie. Schnell ein Rezept gegoogelt und losgelegt. Das Ergebnis ist eigentlich ziemlich lecker geworden, jedoch sehr sehr sauer. Im Nachhinein hätte man sich das allerdings bei der Zutatenliste schon denken können. Es waren vorher 225 ml Zitronensaft auf 150 g Zucker. Ich habe daraufhin das Rezept jetzt etwas abgewandelt, so wie ich es beim nächsten Mal backen würde.

Für den Boden:

  • 250 g Weizenmehl 405
  • 125 g kalte Butter
  • 2 Eigelb
  • 70 g Zucker
  • 2 EL kaltes Wasser
  • 1 Prise Salz

Zitronencreme:

  • 4 Zitronen (100 ml + Schale)
  • 125 ml Wasser
  • 200 g Zucker
  • 25 g Speisestärke
  • 3 Eier

Baisermasse:

  • 2 Eiklar
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Backpulver
  • 100 g Zucker

Für den Boden das Mehl und die kalte(!) Butter in Stückchen mit den Händen verkneten. 2 Eigelb (Eiklar kühl stellen) aufschlagen und die 70 g Zucker und 2 EL Wasser sowie eine Prise Salz hinzugeben. Rühren bis die Masse schaumig und cremig ist. Mit der Mehl-Butter-Mischung gut verkneten. Den Teig nochmal kurz kalt stellen, damit die Butter nicht zu weich wird.

In der Zwischenzeit eine Tarteform mit Butter fetten und leicht bemehlen. Anschließend den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und zügig(!) auf die Größe der Form + Rand auszurollen. Es kann hilfreich sein, einen Gefrierbeutel aufzuschneiden und den Teig zwischen den beiden Folien mit dem Nudelholz zu bearbeiten. Den ausgerollten Teig in die Form geben und überall andrucken. Der Rand sollte etwas überstehen. Den Boden gleichmäßig mit einer Gabel einstechen und nochmal für mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Den Boden für 15-20 Minuten backen. Bedenken, dass der Boden beim Abkühlen nachhärtet und noch leicht weich sein darf, wenn er aus dem Ofen geholt wird. Ansonsten sollte er durchgebacken sein. Anschließend etwas abkühlen lassen.

Zitronentarte - Boden

Die Zitronen gut waschen und abtrocknen. Die Schale entweder abschälen und sehr fein schneiden oder reiben. Dabei nur die obere Schale und nicht die weiße Schicht abreiben. Anschließend die Zitronen auspressen.

Zitronensaft, Abrieb, Wasser, Zucker und die Stärke bei schwacher Hitze erwärmen und glatt rühren. Den Topf groß genug wählen, da noch die weitere Masse mit hinein muss.

3 Eier schaumig schlagen. Die Zitronenmischung unterrühen und im Topf unter ständigen Rühren wieder erhitzen. Dabei die Creme nicht kochen! Nach einigen Minuten wird die Creme dickflüssiger. Wenn der Schaum fast komplett verschwunden ist, vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und gleichmäßig auf dem Boden verteilen.

Zum Erstellen der Baisermasse 2 Eiklar mit einer Prise Salz steif schlagen und 100 g Zucker und einen halben TL Backpuler langsam dazugeben. Solange aufschlagen, bis die Masse anfängt zu glänzen.

Den Schaum anschließend auf die Zitronencreme streichen. Das ging bei mir am besten mit Spatula und Esslöffel. Für die Optik kann man am Ende noch kleine Zipfel mit einem Löffel aus der Masse hochziehen.

Abschließend noch einmal bei 125°C Umluft und für ca. 20 Minuten in den Backofen geben. Evtl. den Grill einschalten. Dann aber auf jeden Fall beobachten, da es sehr schnell dunkel werden kann.

Komplett auskühlen lassen. Nach einigen Stunden im Kühlschrank hat uns die Tarte noch besser geschmeckt.
Zitronentarte mit BaiserhaubeZitronentarte mit BaiserhaubeZitronentarte mit BaiserhaubeZitronentarte mit Baiserhaube
Wie bereits erwähnt, war das Ergebnis sehr lecker, aber auch sauer. Mit den Änderungen im Rezept sollte es aber passen. Ein wenig Ingwer in der Creme könnte ich mir allerdings auch ganz gut vorstellen. Beim nächsten Mal vielleicht.

Nachtrag 30.09.2016: Nachdem ich jetzt die 6. Folge der aktuellen Staffel GBBO gesehen habe, kann ich das ursprüngliche Rezept besser verstehen… und auch wieder nicht. Zufällig musste in der Folge ein „citrus meringue pie“ gebacken werden, ein typisch britischer Kuchen, der meiner Zitronentarte hier sehr nah kommt. Allerdings fehlt dazu in meinem Vorlagerezept die Butter in der Creme und die Verhältnisse sind etwas anders. Mein überarbeitetes Rezept ist zwar auch sehr lecker, aber halt kein klassischer Lemon Meringue Pie. Den werde ich dann wohl auch mal testen müssen 🙂

Dinkelstangen über Nacht

Tolles Rezept aus dem Plötzblog. Ich empfinde den Teig allerdings als unglaublich schwer zu verarbeiten, da er sehr weich und klebrig ist. Das Endergebnis ist den Aufwand aber doch jedes Mal wert. Die Dinkelstangen waren auch mein erster Kontakt mit einem Mehlkochstück.

Mehlkochstück

  • 50g Dinkelmehl 630
  • 250g Wasser
  • 10g Salz

Autolyseteig

  • Mehlkochstück
  • 400g Dinkelmehl 630
  • 100g Wasser

Hauptteig

  • Autolyseteig
  • 25g Roggenmehl 1150
  • 50g Anstellgut vom Roggensauerteig
  • 2g frische Hefe
  • 5g Butter
  • Zum Bestreuen: Sesam, Mohn o.ä.

Die Zutaten des Mehlkochstücks unter Rühren aufkochen lassen. Von der Platte nehmen und noch einige Minuten weiterrühren. Mit Klarsichtfolie direkt auf der Oberfläche abdecken und abkühlen lassen. Mindestens einige Stunden.

Für den Autolyseteig alle Zutaten gut vermischen und abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen.

Alle Zutaten vermischen und anschließend 2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen. Alle 30 Minuten zur Verbesserung der Struktur falten. Auf der Arbeitsfläche ist das eine recht klebrige Angelegenheit, trotzdem versuchen wenig Mehl unterzuheben. Danach für ungefähr 10 Stunden im Kühlschrank (~6°C) ruhen lassen.

Den Teig nochmal falten und in 8 Stücke aufteilen. Etwas langziehen und verdrehen. Backblech mit Papier auslegen und die Teiglinge mit Wasser bestreichen oder besprühen. Sesam, Mohn o.ä. drüber streuen.

Für 15 Minuten bei 250°C mit Schwaden backen.

Dinkelstangen über NachtDinkelstangen über Nacht