Germknödel mit Pflaumenmus

Es gibt ja Gerichte, die kennt man nur von Fotos aus diesem Internetz oder aus Filmen. Gleichzeitig sind sie in bestimmten Regionen vollkommen alltäglich. Hier im Westen findet man kaum ein Restaurant, in dem Germknödel serviert werden. Jedenfalls habe ich noch keins entdeckt. Interessant fand ich sie trotzdem und wollte sie auch unbedingt mal probieren. Also habe ich einfach selbst welche gemacht, inkl. Füllung. Und was soll ich sagen: Ich bin froh, dass es sowas hier nicht überall zu kaufen gibt! Unglaublich lecker! Beim nächsten Mal werde ich die Variante mit Vanillesoße drüber probieren.

Pflaumenmus (Powidl)

  • 300 g entsteinte Pflaumen
  • 30 g Zucker
  • 1 Stange Zimt
  • 1 Prise Salz

Die Pflaumen waschen und entsteinen. In einem Topf mit Zucker, einer Prise Salz und einer Stange Zimt verrühren und abgedeckt über Nacht stehen lassen.

Ohne Deckel auf höchster Stufe stark kochen. Dabei nicht rühren. Hat es stark aufgekocht, den Herd auf kleinste Stufe stellen, Deckel drauf und mindestens 2 Stunden stehen lassen.

Anschließend die Herdplatte auf mittlere Hitze stellen und ca. 5 Minuten rühren.

Es bietet sich an, direkt die doppelte oder dreifache Menge zu machen und den Rest in Weckgläsern einzumachen.

Germknödel

  • 500 g Weizenmehl Typ 405
  • 30 g frische Hefe
  • 60 g Zucker
  • 60 g Butter
  • 250 g Milch
  • 2 Eier (Größe M)
  • 1 Pkg. Vanillezucker

Die Milch mit dem Zucker leicht erwärmen. Anschließend die Hefe reinbröseln und rühren, bis diese sich aufgelöst hat. Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Das Zuckermilch-Hefe-Gemisch hineingeben und mit etwas Mehl bedecken. Mindestens 15 Minuten abgedeckt stehen lassen.

Die Butter langsam im Topf schmelzen.

Zusammen mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.

Je nach Belieben den Teig in 6 gleichgroße Stücke aufteilen und jeweils etwas flachdrücken. In die Mitte einen guten Löffel Pflaumenmus geben. Die Seiten alle zusammenschlagen und gut verschließen. Mit Schluss nach unten auf einer leicht bemehlten Oberfläche zur Gare stellen. Bei Raumtemperatur reichen ca. 30 Minuten.

Die Knödel anschließend entweder in einem Salzwasserbad (5 Minuten mit Deckel, 5 Minuten ohne Deckel) garen oder noch besser, in einem Dampfkorb. Dafür einen Topf mit Wasser zum kochen bringen und den Dampfkorb darauf stellen. Ich lege auf den Bambusboden noch etwas Backpapier, damit der Knödel nicht anbackt. Je nach Größe des Korbes nun die Knödel hineingeben. Diese gehen noch sehr stark auf und werden riesig! In einem kleineren Dampfkorb, mache ich immer nur 2 auf einmal. Nach ca. 10 bis 12 Minuten sind die Germknödel gar.

Zum Schluss mit Vanillesoße oder geschmolzener Butter begießen und mit Mohn und/oder Puderzucker bestreuen. Warm essen, kalt sind sie nicht mehr so lecker.

 

Linksammlung 59 – 16.02.2018

Plateau Kindle Before Peak Kindle. https://500ish.com/plateau-kindle-before-peak-kindle-96f8948bd880

„Unsere interaktive Karte zeigt dir Orte in deiner Umgebung, an denen man sich schon heute für eine Welt von morgen einsetzt.“ Schönes Projekt. https://www.kartevonmorgen.org/

Sehr informatives Video wie sich Zucker auf den Körper auswirkt und verstoffwechselt wird:

Mareice Kaiser hat eine tolle Liste mit Podcasterinnen zusammengestellt. Viele davon findet ihr auch in meiner Podcastliste, die ich mal dringend aktualisieren müsste. Vielleicht findet ihr ja noch etwas Neues. Tipps sind willkommen. http://kaiserinnenreich.de/2018/02/03/podcast-frauen/

Wie eigene Erfahrungen und Erinnerungen prägen: „Das hat mir doch auch nicht geschadet“: http://www.terrorpueppi.de/2018/01/erinnerungen-an-die-eigene-kindheit-das-hat-mir-doch-auch-nicht-geschadet.html

Ich habe mich ja schon häufiger über das deutsche Bildungssystem ausgelassen. Das ist allerdings nichts im Vergleich zu den aktuellen Zuständen in Oklahoma. Da findet Montags kein Unterricht statt, damit die LehrerInnen noch einen zweiten Job zum Bezahlen der Miete ausüben können. WTF? https://boingboing.net/2018/02/07/this-is-not-ok.html

China baut eine ziemlich coole „saubere“ Stadt: https://www.express.co.uk/life-style/life/918199/Forest-city-China-Liuzhou-architecture-environment-air-pollution-Stefano-Boeri

Die letzte Linksammlung gibt es hier.

Breakfastmuffins

Ich habe gerade erst ein Rezept für leckere Gemüsemuffins veröffentlicht, schon gibt es auch wieder eine süße Variante. Mit Haferflocken, Nüssen und Obst könnten sie fast als vollwertiges Frühstück gelten. Wie so häufig, lässt das Rezept viel Spielraum für eigene Experimente z.b. bei der Mehl- oder Nusswahl. Das Buchweizenmehl gibt einen leckeren Geschmack, macht m.E. den Teig aber etwas krümeliger.

Zutaten:

  • 50 g zarte Haferflocken
  • 100 g Buchweizenmehl
  • 100 g Weizenmehl 405
  • 2 Eier (Größe M)
  • 75 g Vollrohrzucker
  • 2 Möhren
  • 1 Apfel
  • 2 getrocknete Datteln
  • 100 g Nüsse (gemischt, nach Geschmack)
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 2 TL Zimt
  • 1/2 TL Ingwer
  • 1/2 TL Rauchsalz
  • 150 g Rapsöl

Haferflocken, Backpulver, Natron, Mehl und die Gewürze in einer Schüssel vermischen. Die Möhren schälen und fein raspeln. Den geschälten Apfel in kleine Stücke schneiden. Die Nüsse hacken. Je nach Geschmack grob oder etwas feiner. Ich verwende gerne die Reste aus angebrochenen Nussmischungen oder offener Packungen gehackte Haselnüsse etc. Zusammen mit dem Rapsöl alles vermischen.

Die Eier aufschlagen und nach und nach den Vollrohrzucker dazugeben bis eine braune schaumige Masse entsteht. Anschließend unter die andere Masse heben.

Muffinförmchen befüllen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze für ca. 25-30 Minuten backen.

Auf einem Rost vollständig auskühlen lassen.

Linksammlung 58 – 09.02.2018

Deutsches Schmerzmanagement aus Sicht einer Amerikanerin: https://www.nytimes.com/2018/01/27/opinion/sunday/surgery-germany-vicodin.html

Hier hat jemand eine Erweiterung für Firefox und Chrome entwickelt, die automatisch Zusatzinformationen zu Politikern in Texten einblendet. Ziemlich cool angesichts „was interessiert mich das Gerede von gestern“. Der Code ist auch auf Github und kann um belegte Informationen erweitert werden: https://kontext.fyi/

Ich hatte doch letzte Woche die Wasserknappheit in Kapstadt verlinkt oder? Stellt sich raus, Venedig hat ein ähnliches Problem: http://strangesounds.org/2018/02/venice-water-levels-are-the-lowest-since-records-began-with-some-canals-almost-completely-dried-up-and-it-has-not-stopped-sinking.html

Unter den Hastags #pflege und #twitternwierueddel gibt es gerade auf Twitter (und vielleicht auch anderswo) interessante Einblicke in die Missstände der sozialen Jobs. Teilweise wirklich erschreckend. Da mag man eigentlich nicht alt werden.

Ich weiß gar nicht, ob ich Lu Likes schon mal hier verlinkt habe. Sie hat auf jeden Fall eine ziemlich coole Aktion gegen den Germany Next Topmodel Bullshit ins Leben gerufen: #keinbildfürheidi https://www.youtube.com/watch?v=_ErDdw5jowA

Die letzte Linksammlung gibt es hier.

Gemüsemuffins

Es gibt ja einige Gerichte oder Speisen, die verbindet man mit bestimmten Geschmacksrichtungen. Besonders stark ist diese Unterscheidung sicherlich bei typischen Dessertgerichten. Abgesehen von der herzhaften Käseplatte zum Nachtisch, verbinden wir mit Dessert doch etwas süßes. Das gleiche gilt für Snacks wie Waffeln oder Muffins. Dabei kann man gerade letzteres ganz einfach auch in einen herzhaften und gesunden Snack verwandeln. Mit den richtigen Zutaten schmecken die sogar dann auch den meisten Kindern.

Zutaten

  • 2 Eier (Größe M)
  • 300g TK-Blattspinat
  • 2 Möhren
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Lauchzwiebel
  • 50 g geriebener Käse
  • 150 g Dinkelvollkornmehl (o.ä.)
  • 2 EL Milch (alternativ Rapsöl)
  • 2 TL Backpulver
  • Salz, Pfeffer
  • Paprika, Muskat

Den Blattspinat auftauen lassen. Die Möhren schälen und fein raspeln. Die Lauchzwiebel waschen und fein schneiden. Den Knoblauch schälen und ebenfalls fein schneiden.

Die zwei Eier in einer Schüssel aufschlagen. Das Backpulver mit dem Dinkelvollkornmehl vermischen. Hier kann man auch anderes Mehl nehmen, was gerade zur Hand ist. Gemeinsam mit der Milch und den Eiern zu einem Teig verrühren. Die übrigen Zutaten dazugeben und untermischen. Sollte der Teig etwas zu fest sein, weitere Milch nach Bedarf dazugeben. Die Milch kann auch durch etwas Rapsöl ersetzt werden.

Die Masse mit Salz, Pfeffer sowie Paprika und Muskat gut würzen und anschließend in Muffinförmchen füllen.

Bei 170°C Umluft im vorgeheizten Backofen für ca. 25 bis 30 Minuten backen.

Auf einer Rost abkühlen lassen.

Linksammlung 57 – 02.02.2018

Die Washington Post hat mal visualisiert wie häufig Trump falsche Behauptungen aufstellt:  https://www.washingtonpost.com/graphics/politics/trump-claims-database/

Wo wir gerade bei dem Thema „Idioten in der Politik“ sind: Die AfD hat jetzt einige Posten in der Regierung erhalten. Im ersten Moment habe ich ja auch „Skandal“ und „Kein Fuß breit“ geschrieen, aber es gibt eine ziemlich überzeugende Sichtweise und Argumentation, warum das gar nicht so schlecht ist. Und jetzt weiß ich auch nicht so recht. http://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-01/afd-bundestag-ausschuesse-vorsitz-100-tage/komplettansicht

Wow. Der Niederschlag in Kapstadt war wohl die letzte Zeit so gering, dass für April Wassernotstand errechnet wurden ist. Da sich kaum einer an die auferlegten Konsumgrenzen hält, muss der Tag regelmäßig vorverlegt werden. Irgendwie unvorstellbar, dass fehlende Wasserversorgung tatsächlich ein Problem sein kann. Jedenfalls für uns hier, die es gewohnt sind, ständig und überall trinkbares warmes und kaltes Wasser aus einem Hahn zapfen zu können. Zum Thema Wasserversorung fand ich auch die Tage die Episode 107 des The Minimalist Podcasts interessant. Nach dem Hören direkt mal ein paar Euro bei  Viva con Agua abgeworfen.  http://www.independent.co.uk/travel/news-and-advice/cape-town-drought-water-shortage-tourists-reservoir-south-africa-a8175686.html

Aber ist ja alles nur eine Farbe und man soll sich nicht so anstellen.

Sodass Kindergärtnerinnen klagen, dass die Mädchen mit langen, offenen Haaren und langen Röcken beim Draußenspielen gefährdet sind. Und Fünfjährige derart enge, sexy Glitterjeans tragen, das sie nicht mehr alleine auf die Toilette gehen können.

http://www.deutschlandfunkkultur.de/die-farbe-rosa-rosagewandete-prinzessinnen-ueberall.1005.de.html?dram:article_id=409502

Mir ist klar, dass man ein bestehendes Bildungssystem sehr schwer in seiner Gesamtheit mal eben umkrempeln kann, aber ich habe den Eindruck, dass trotz aller wissenschaftlich fundierter Arbeiten, rein überhaupt gar nichts passiert. Dabei spricht doch alles gegen dieses starre System. https://ideapod.com/born-creative-geniuses-education-system-dumbs-us-according-nasa-scientists/

Eine Fitness-App hat durch die Laufrouten der Nutzer die ein oder andere Militärbasis öffentlich gemacht. http://stadt-bremerhaven.de/strava-fitness-app-zeigt-benutzerrouten-und-geheime-militaerbasen/

Die letzte Linksammlung gibt es hier.

Vegetarische Lasagne mit selbstgemachten Nudeln

Am Wochenende wollte ich mal wieder Lasagne machen, konnte allerdings keines meiner Rezepte finden. Aus der Erinnerung wusste ich aber auch noch, dass die Mengenangaben nie so genau passten. Also habe ich hier einmal meine Notizen für das nächste Mal zusammengetragen. Die Menge reicht für eine große Auflaufform und entweder für 2 Portionen Bandnudeln mit Soße oder eine weitere kleine Form. Mit geringen Aufwand und einem anderen Rezept für die Béchamelsoße oder den Käse lässt sich das Rezept auch einfach vegan gestalten.

Béchamelsoße

  • 75 g Butter
  • 75 g Mehl
  • 750 ml Milch
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Nudelteig

  • 150 g Hartweizengrieß
  • 150 g Weizenmehl 550
  • 3 Eier (Größe M)
  • Prise Salz

Füllung

  • 100 g Linsen (Berglinsen o.ä.)
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stange Sellerie
  • 1 große Möhre
  • 1/4 Sellerie
  • 1 Pastinake
  • 1 Dose Tomaten
  • 1/2 rote Paprika
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1/2 TL Paprikamark
  • 1 EL Miso Paste nach Wahl
  • optional: Pilze, Erbsen
  • Frische Kräuter: Oregano, Majoran, glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Paprika
  • Etwas Zitronensaft
  • 1 EL Zucker

Sonstiges

  • Stück Emmentaler (nach 30 Minuten in der TK reiben)
  • Parmesan

Für den Nudelteig die trockenen Zutaten vermischen und auf die Arbeitsfläche geben. In einer Mulde die Eier (pro 100 g 1 Ei) geben und alles zu einem Teig verkneten. In Folie eingepackt für mindestens 30 Minuten im  Kühlschrank ruhen lassen. Die Platten werden auf Stufe 5 in der Nudelmaschine noch recht dick nach dem Kochen. Evtl. Stufe 6 versuchen.

Die Linsen nach Anleitung kochen und zur Seite stellen. Eher ein paar Minuten früher und mit etwas mehr Biss vom Herd nehmen.

Für die Füllung das ganze Gemüse waschen, schälen und schneiden. Die Zwiebeln glasig anbraten. Das Tomaten- und Paprikamark dazugeben und für 2 Minuten ebenfalls anbraten. Die festeren Gemüsesorten (Möhre, Sellerie, Pastinake) dazugeben. 5 Minuten anbraten. Mit etwas Wasser oder Gemüsebrühe ablöschen. Rotwein würde sich auch anbieten. Die restlichen Zutaten (außer die Linsen) dazugeben und bei kleiner Hitze für 30 Minuten köcheln lassen bis alles fast gar ist. Die Linsen dazugeben und noch ein paar Minuten mitköcheln lassen. Nochmal gut würzen und abschmecken.

Für die Béchamelsoße die Butter auf kleiner Hitze in einem Topf schmelzen. Das Mehl in 2 oder 3 Teilen hineinsieben und gut verrühren. Das nächste Mehl erst einrühren, wenn die Soße wieder glatt und ohne Klumpen ist. Das Lorbeerblatt dazugeben. Alles ein paar Minuten köcheln lassen. Mit und mit die Milch dazugeben.

Den Nudelteig in kleinen Portionen mit der Maschine zu Platten ausrollen. Den gerade nicht verwendeten Teig immer wieder abdecken, sonst trocknet er schnell aus. Ich gare die Nudelplatten für ein paar Minuten in kochenden Wasser vor. Das kann man parallel zum Schichten der Lasagne machen. So macht man auch nicht zu viele Platten.

Den Boden einer Auflaufform mit einer dünnen Schicht Soße und Béchamelsoße bedecken. Die erste Lage Nudelplatten darauf geben. Die Platten sollten die Form vollständig ausfüllen, sich aber nicht überlagern. Auf die Lage Nudeln wieder Füllung und Béchamelsoße auftragen. Die Schicht diesmal noch mit geriebenen Emmentaler und Parmesan bedecken. Das ganze solange wiederholen bis die Auflaufform voll ist. Mit Füllung, Bechamel und Käse aufhören.

Im vorgeheizten Backofen für ca. 30 Minuten bei 200°C Ober-/Unterhitze backen. Kann aber auch so gekühlt gelagert werden für den nächsten Tag.

Aus dem restlichen Nudelteig weitere Platten rollen und anschließend entweder mit der Maschine oder mit einem Messer Bandnudeln schneiden. Die Platten vorher etwas bemehlen, sonst kleben die Nudeln nachher aneinander. Entweder die Nudeln garen und mit dem Rest Soße als Bolognese essen oder hängend etwas antrocknen lassen und dann einfrieren.

Linksammlung 56 – 26.01.2018

Zitat der Woche:

„Als ob eine Stadt mehr wäre als eine Ansammlung von haushoch gestapelten Heimatlosen.“ – Juli ZehUnterleuten

Ein tolles Fotoprojekt, welches Rollenklischees in Werbung einmal rumdreht: http://www.elirezkallah.com/inaparalleluniverse/

Wenn mehr Männer so offen über ihre Gefühle und Sex sprechen würden, hätten wir vermutlich gesellschaftlich einige Probleme weniger: http://www.zeit.de/campus/2018-01/sex-maenner-erwartungen-nein-sagen-protokolle

Ständige Luft- und Privatraumüberwachung durch private Drohnen ist/wird sicherlich ein Problem, allerdings gibt es auch wirklich praktische und lebensrettende Einsatzmöglichkeiten. Hier hat eine Drohne tatsächlich 2 Menschen das Leben gerettet. Der Strandwächter hat die Drohne benutzt um den beiden einen aufblasbaren Rettungsring zu bringen: https://www.youtube.com/watch?v=Gzs-4yNyL58

„Die drei Sonnen“ von Cixin Liu hat vor einiger Zeit die SciFi-Szene ein wenig wach gerüttelt. Der WDR hat aus den Büchern ein Hörspiel gemacht, welches aktuell auf WDR 3 ausgestrahlt wird. Es gibt aber auch einen Podcastfeed mit allen 12 Folgen.

Antje Schrupp über den Unterschied und die Definition von biologischen und sozialen Vätern und Müttern. Guter Text. http://www.zeit.de/kultur/2018-01/elternschaft-mutter-vater-geschlechter-sexismus-10nach8/komplettansicht

In Melbourne ist die Straßenbahn kostenlos. Und die Stadt spart dadurch tatsächlich Geld: https://web.de/magazine/reise/blog/melbourne-funktioniert-verkehrskonzept-gerade-32728516

Die letzte Linksammlung gibt es hier.

No-Knead Focaccia

Focaccia ist ja teilweise eine Sache der Definition und des Geschmacks. In der Zubereitung kann es ja schon fast beliebig komplex werden. Das hier ist eines der einfachsten Rezepte, die ich bisher gebacken habe. Mit einem wirklich tollen Ergebnis. Im Vergleich zum Aufwand sogar noch besser. No-Knead bedeutet, dass die Teigzutaten einfach mit einem Löffel o.ä. vermischt werden und der Hefe und der Ruhezeit die eigentliche Arbeit überlassen wird. Das klappt hervorragend. Neben dem reinen Teig, wird vor dem Backen noch eine Kräuteremulsion drüber gestrichen. Hier kann man natürlich seiner Experimentierfreude freien Lauf lassen und verschiedene frische oder getrocknete Kräuter verwenden.

Für den Teig:

  • 400 g Mehl (Typ 405 ist ok)
  • 310 g Wasser
  • 2,5 g frische Hefe
  • 1 TL Salz

Für die Kräuteremulsion:

  • 1/4 TL getrockneter Oregano
  • 1/4 TL getrockneter Rosmarin
  • 1/4 TL gemahlenen Knoblauch
  • 1 TL Wasser
  • 1 TL Olivenöl

Außerdem: Grobes Meersalz

Die frische Hefe in das Wasser bröseln und solange verrühren, bis diese sich aufgelöst hat. Das Mehl mit dem Salz vermischen und das Hefe-Wasser dazugeben. Mit einer Spatula oder einem Holzlöffel alles zu einem einigermaßen glatten Teig verrühren. Das sollte nicht länger als 2 Minuten dauern. Die Schüssel luftdicht abdecken (Frischhaltefolie o.ä.) und für ca. 12 bis 15 Stunden ruhen lassen.

Den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und dieses leicht bestäuben. Den Teig mit einem Schaber aus der Schüssel holen und großflächig auf das Backpapier laufen lassen. Dabei versuchen möglichst viel Luft im Teig zu behalten. Mit den Fingern Kuhlen in den Teig drücken und die Kräuteremulsion verteilen. Alles mit groben Meersalz bestreuen.

Das Focaccia mit Alufolie oder einem anderen Backblech abdecken und für  30 Minuten im unteren Teil des Backofens backen. Die Folie entfernen und nochmal ca. 10 Minuten offen backen.

Das Brot auf einem Rost gut auskühlen lassen.


Linksammlung 55 – 19.01.2018

Ein frohes neues Jahr! Es fällt mir noch etwas schwer 2018 anstatt 17 zu tippen, aber so geht es vermutlich allen.

2017 wurde dank Netflix mit einer 4. Staffel Black Mirror beendet. Wie so häufig, schwankten die Folgen recht stark in der Qualität bzw. meiner Gefälligkeit. Ich mag die Serie sehr. Auch wenn sie jedes Mal ein merkwürdiges Gefühl hinterlassen hat. wirres.net hat m.E. ziemlich genau das Problem und die Ursache für dieses Gefühl getroffen:

black mirror ist nicht dumm, im gegenteil, aber misantrop, anthropophob, frustriert und sarkastisch. liebe steckt bei black mirror lediglich in der produktion. die ist enorm aufwändig und detailverliebt; für jede einzelne folge werden plakatmotive produziert, dutzende anspielungen ins drehbuch und die kulissen gedrechselt und die besetzung ist stets a-list. black mirror ist eigentlich die perfekte serie, konsequent von vorne bis hinten durchdacht, voller grandioser kleiner (und grosser) ideen, perfekt inszeniert und produziert — aber sie glaubt nicht an das gute im menschen.

Der verlinkte Review bei nerdcore ist auch lesenswert.

Vorleben ist wesentlich wichtiger als vorlesen. Vielleicht kommt das ja endlich mal in den Köpfen von Eltern an. https://www.washingtonpost.com/outlook/where-do-kids-learn-to-undervalue-women-from-their-parents/2017/11/10/724518b2-c439-11e7-afe9-4f60b5a6c4a0_story.html

Nochmal Kinder: Kids, Would You Please Start Fighting?  https://www.nytimes.com/2017/11/04/opinion/sunday/kids-would-you-please-start-fighting.html

UN Women hat eine wirklich tolle Interaktive Zeitleiste von wichtigen weiblichen Persönlichkeiten erstellt. Das Feature ist recht groß und eher für den Besuch mit einem Desktop-Browser gemacht. Der automatisch abspielende Ton ist allerdings ein Manko:  http://interactive.unwomen.org/multimedia/timeline/womensfootprintinhistory/en/index.html

Dankbarkeit. http://www.judith-holofernes.de/2018/01/eine-liste-unwahrscheinlicher-geschenke/

Die letzte Linksammlung gibt es hier.